PROYECT 99 E - 308


Koordinierung der Aktivitäten und
Technologietransfer, um die
Wasserkontamination, Erosion
und CO2-Emission von landwirtschaftlichen
Flächen in Europa zu reduzieren.

Kürzlich bekam ECAF ein EU-gestütztes
LIFE-Projekt(EU, DGXI, Umweltschutz)in höhe
von 2,8 Millionen Euro für 3 Jahre (2000-2003) bewilligt.
Die Hälfte der Projektmittel (1,4 Millionen Euros) muß als Eigenanteil
der ECAF aufgebracht werden, der hauptsächlich
durch kooperierende und unterstützende Mitglieder abgedeckt wird.

 

 

Was ist LIFE?

LIFE ist nur ein Instrument, welches speziell die Entwicklung und Ausführung der Umweltpolitik der Gemeinschaft unterstützt.

Die allgemeinen Ziele von LIFE sind es, einen Beitrag zur Ausführung und Entwicklung der Umweltpolitik der Gemeinschaft zu leisten und hierbei die Integration des Umweltschutzes in andere Politiken und nachhaltige Entwicklung der Gemeinschaft zu fördern.

Die LIFE-Umweltschutzvorbereitungsaktionen, zu welchem unser Projekt gehört, gestaltet Finanzmaßnahmen, um die Verbindung und Komplimentarität zwischen Umweltschutzregulierungen und Strukturfinanzhilfen im besonderen von Gesellschaftsmitteln und Finanzinstrumenten bezüglich der Umwelt zu stärken.

Seit dem Jahr 1999 bewilligte die Komission 152 Projekte -ausgewählt von 682 Vorschlägen, die zu Beginn des Jahres 1999 von Organisationen aus der ganzen EU vorgestellt wurden. Die Vorschläge liefen durch die strenge Evaluierungsprozedur. Die Komission bediente sich einer Gruppe von 114 unabhänigen Experten, um die Projekte nach ihrer Leistung zu klassifizieren. Die Haushaltsressourcen für LIFE-Umweltschutz erlaubten es, die ersten 152 Projekte zu finanzieren. Mit 1,4 Millionen Euro ist das ECAF-Projekt das am höchsten von der EU bewilligte in ganz Europa. Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://europa.eu.int/comm/life/envir/index.htm

Ziel des Projektes

Durch die Kooperation und den Transfer von Know-how zwischen verschiedenen europäischen Organisationen, die mit Landwirtschaft und Umwelt zu tun haben, wird daraufhin abgezielt, die landwirtschaftlichen Techniken zu perfektionieren, welche eine bessere nachhaltige Entwicklung erlauben und auf dem überwiegenden Teil der europäischen Agrarflächen anwendbar sind und welche den Weg für die Durchführung der Agrar-Umweltschutzmaßnahmen, wie sie in der Agenda 2000 wiedergegeben werden, ebnen. Es wird auch beabsichtigt, dass eine weite Verbreitung dieser Techniken unter Experten, öffentlichen Verwaltungen wie Beratungswesen und Landwirten stattfindet, so dass diese ohne Schwierigkeiten umgesetzt und angewendet werden können.

Konventionelle Bodenbearbeitung weist im allgemeinen für die Umwelt schädigende Effekte auf. Sie umfaßt Verfahren wie z.B. das Verbrennen von Ernterückständen oder tiefe wendende Bodenbearbeitung zur Einarbeitung der Ernterückstände, zur Unkrautbekämpfung und Saatbettbereitung. Wie später gezeigt wird, verstärken diese Methoden deutlich Gefügcänderang des Bodens durch Verdichtung, Erosion und Kontamination der Fließgewässer mit Sediment, Düngemitteln und Pestiziden. Außerdem erhöht konventionelle Bodenbearbeitung die Emission von CO2 in die Atmosphäre, trägt zur globalen Erwärmung bei und beeinträchtigt die nachhaltige Landwirtschaft durch Reduzierung der organischen Substanz und Bodenfruchtbarkeit, gekoppelt mit weiteren negativen Umweltwirkungen (Biodiversität des Bodens).

Für die konservierende Bodenbearbeitung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die es ermöglichen, die Bodenstruktur zu schonen und die natürliche Biodiversität so wenig wie möglich zu verändern, und damit den Boden vor Degradation (z.B. Erosion und Bodenverdichtung) zu schützen.

Im Allgemeinen umfaßt konservierende Bodenbearbeitung jedes Verfahren, das die Eingriffsintensität in den Boden verringert oder nahezu völlig auf den Eingriff (beschränkt auf den Saatschlitz) verzichtet und das Abflämmen von Ernterückständen vermeidet. Wie später aufgezeigt wird, ist der Boden vor Erosion durch Niederschläge und Wasser Runoff geschützt; Bodenaggregate sind stabilisiert, der Gehalt des Bodens an organischer Substanz und die Bodenfruchtbarkeit nehmen auf natürliche Art und Weise zu und es tritt weniger Bodenverdichtung auf. Weiterhin ist die Kontaminierung von Oberflächenwasser und die Emission von CO2 in die Atmosphäre verringert und die Biodiversität nimmt zu.

Leider ist die konservierende Landbewirtschaftung in Europa wenig entwickelt (ungefähr <5%), weit hinter der Länder wie Australien, USA und Kanada und sogar weit hinter den Staaten mit niedrigerem Einkommen wie z.B. Argentinien und Brazilien. Bis jetzt hat die allgemeine Agrarpolitik umweltfreundliche Landbewirtschaftungspraktiken nicht wirklich gefördert. Man beschränkte sich auf das Verteilen von Subventionen an die Landwirte. Die Unterzeichner dieses Projektes ziehen in Betracht, daß die konservierende Landbewirtschaftung eine generelle / extensive Lösung für die Umweltprobleme liefern kann, welche sich von landwirtschaftlichen Flächen in Europa herleiten und sich einfügen läßt in die Standortbedingungen der verschiedenen Landnutzungssysteme innerhalb der EU . Die Agenda 2000 wird wahrscheinlich der Wendepunkt sein, um gute Umwelt- und Landwirtschaftspraktiken zu integrieren. Außerdem ist es unser fester Glaube, basierend auf vielen wissenschaftlichen / technischen Erkenntnissen und auf Experimente aus anderen Ländern, daß konservierende Landbewirtschaftungstechniken die richtige Antwort für extensive nachhaltige Landwirtschaft in Europa ist.

Teilnehmer
Dieses Projekt wird von 7 gemeinnützigen nationalen Gesellschaften der konservierenden Bodenbearbeitung (Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal, Spanien, U.K.) durchgeführt.
Vorbereitungsaktivitäten

Die Verbreitung von know-how ist der fundamentalste Teil dieses Projektes. Eines der Basisziele ist das Wissen dieser Techniken zu fördern, so dass sie leicht in europäische Verordnungen angewendet werden können. Die Informationsverbreitung wird auf 2 Ebenen ausgearbeitet : international und national :

Europäische Ebene:

  • Internationale Zeitschriften (2 Ausgaben pro Jahr) in Englisch, welche Zusammenfassungen der verschiedenen Expertenworkshops, Konferenzen wie auch weitere Aspekte zur Anwendung dieser Techniken geben. Diese werden in großer Auf iage an Verwaltungen, Umweltspezialisten, Landwitschaftsbetriebe und Universitäten/ Forschungszentren verteilt.

  • Internationale Kongresse mit dem Ziel Verwaltungen, Pionierlandwirte und Wissenschaftler in Schlüsselfunktionen dieser Verfahrenstechniken zu integrieren. Die Verbreitung dieser Ergebnisse erfolgt in speziellen Journalen und über Massenmedien (Zeitschriften, Radio, T.V).

  • Web-Seiten mit unmfangreichen Informationen über konservierende Landbewirtschaftung: Umweltschutzaspekte, technische Ratschläge, etc.

  • CD-ROM am Ende des Projektes, welche sämtliche Informationen der Workshops, Konferenzen, nationalen Feldtage, plus der Web-Seite nenthält.

Nationale Ebene

Die Anwendung dieser Verfahrenstechniken mag in Abhängigkeit des Bodentyps, des Klimas,der Fruchtfolge, etc. verschieden sein, daher sehen wir es als förderlich und notwendig an, Feldtage und Seminare durchzuführen, um gezielte Informationen (in der jeweiligen Landessprache) auf nationaler Ebene an die landwirschaftliche Praxis und an die mit ihr verbundenen Bereiche zu geben. Die Verbreitung der Aktivitäten auf nationaler Ebene erfolgt durch:

  • Zusammenfassung und Veröffentlichung von verfahrestechnischen Schlüsselinformationen für Landwirtschafts- und Umweltspezialisten

  • Umfangreiche Verteilung von Schlüsselberichten und -Zusammenfassungen in speziellen Journalen und über Massenmedien (Zeitungen, Radio, TV).

  • Demonstrationen / Feldtage / Seminare über Bodenbearbeitungstechnik in Gebieten mit hohem Risiko an Erosion/ Run-off und Gewässerbelastungen, um den Nutzen der konservierenden Landbewirtschaftung für die Umwelt und die Ökonomie zu bewerten und aufzuzeigen.
Kooperation
 
ECAF ist offen für die Mitarbeit aller europäischen Gesellschaften im landwirtschaftlichen Bereich, privater Betriebe und / oder Verwaltungsabteilungen, welche interessiert sind konservierende Verfahrenstechniken zu entwickeln und zu fördern, um eine umweltfreundliche und ökonomisch realisierbare Landbewirtschaftung durchzuführen und die sich insbesonders in der Umsetzung dieses Projektes beteiligen. Wenn sie interessiert sind, dann melden Sie sich bitte bei uns.

 

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